Geflochtener Bienenkorb

Der geflochtene Bienenkorb

Die Techniken der Bienenhaltung und die Bauformen der Bienenkörbe haben sich im Laufe der Zeit verändert und damit auch das Verhältnis des Menschen zu den Bienen beeinflusst. Unter diesen Bienenkörben finden sich auch die geflechteten Körbe, die ebenfalls in der luxemburgischen Mosel verwendet wurden. Dieser Korb steht auf einem Gestell, damit die Bienen ein- und ausfliegen können. An einigen Stellen sind noch Spuren einer Mischung aus Mist und Erde zu sehen, die die Dichtigkeit des Korbes gewährleistete.

 

Diese Technik hatte mehrere Nachteile, von denen einer besonders gravierend war: Bei der Ernte von Honig und Wachs wurde die Kolonie zerstört, da der Imker die Bienen oft mit Schwefel erstickte. Diese Methode wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zunehmend kritisiert. Die geflochtenen Körbe wurden nach und nach durch Körbe mit beweglichen Rähmchen ersetzt. Der Imker musste die Bienen nun nicht mehr töten, um den Honig zu ernten, was eine nachhaltigere und umweltfreundlichere Imkerei ermöglichte.

In diesem Auszug eines Dokuments, das im Nationalarchiv Luxemburgs aufbewahrt wird, wurden 76 Bienenkörbe in den Dörfern Schengen, Remerschen und Wintrange in einer Erhebung von 1812 registriert.

 

Quelle: ANLux, B-0003, Auszug aus einer Erhebung für die Erstellung eines statistischen Berichts des Forstamtes, 4. Juli 1812.