Wussten Sie schon?

Der Brotbackofen

Im 19. Jahrhundert besaßen in den Dörfern viele Familien ihren eigenen Backofen und stellten ihr Brot selbst her. Am Vorabend des Knetens wurde das Mehl in einen Gärkörbchen (Banneton) oder in eine Mehlkiste gegeben, dann mit Wasser, Salz und Sauerteig aus der vorherigen Backladung vermischt. Diese Mischung ruhte über Nacht im Teigkasten, einer Vertiefung im Küchentisch, bis zum nächsten Tag. Anschließend wurde der Teig geknetet und in mehrere Brote geteilt.

 

Danach wurde der Brotbackofen angeheizt, die Glut mit einem Feuerhaken verteilt, und die Asche entfernt, um den Ofen zu reinigen. Die Asche wurde in der Aschekammer, einem Hohlraum unter dem Ofen, aufbewahrt und später wiederverwendet, zum Beispiel als Waschmittel oder Dünger. Der Teig wurde mit der Brotkelle in den Ofen geschoben. Nach dem Backen konnte das Brot mehrere Tage aufbewahrt werden.